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Massage beim Tier

Massage beim Tier

Nach einer anstrengenden Woche zur Entspannung, nach einer schweißtreibenden Sporteinheit oder vielleicht beim Physiotherapeuten/Physiotherapeutin als Teil der Rehabilitation – die Massage ist so vielseitig einsetzbar, nicht nur bei uns Zweibeinern sondern auch für unsere Lieblingsvierbeiner. Durch die speziellen Griffe die Tiermasseure anwenden, wird unter anderem die Durchblutung angeregt in Regionen des Körpers, in denen durch z.B. eine Verletzung oder durch den Prozess des Alterns, weniger Blut befördert wird. Eine bessere Durchblutung fördert unter anderem den schnelleren Abtransport von Giftstoffen, die sich im Körper über die Zeit ansammeln und wenn sie nicht mehr ordentlich abtransportiert werden, können sie Entzündungen oder chronische Krankheiten auslösen.


Viele Hunde die ein Problem mit anfassen, Fremden oder körperlicher Nähe haben, haben oftmals eigentlich Schmerzen. Also wenn der Hund sich ungern anfassen lassen möchte, ist es immer ratsam abzuchecken, ob nicht irgendwo ein Schmerz sitzen könnte, der auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. Dies lässt sich oftmals schon mit einer Gangbildanalyse abklären. Das geschulte Auge des Masseurs/Bewegungstrainers/der Masseurin, der Bewegungstrainerin sieht kleinste Veränderungen in der Bewegung des Tieres und anhand dessen kann meistens schon zugeordnet werden, wo der Schmerz genau sitzt. Die anschließende Massage fördert, wie oben beschrieben, die Heilung der betroffenen Stelle.

Dieser Grundsatz gilt auch für die größere Version: Pferde. Leider wird bei diesen Tieren ganz oft über den Schmerz geritten. Wenn ein Pferd im Training bockig ist, heißt es leider sehr oft, dass das Tier stur ist. Ich lehne mich aus dem Fenster und behaupte das 90 % der Tiere die angeblich stur sind, eigentlich Schmerzen haben.


Auch kann bei den Tieren, die sich ungern anfassen lassen, beobachtet werden, dass durch die Massage dieses Verhalten deutlich verbessert wird. Die Tiere lernen, dass nicht jede Berührung automatisch Schmerz bedeutet. Wobei, jeder der schon mal auf einer richtig verspannten Stelle von einem guten MasseurIn „durchgeknetet“ wurde, weiß, dass auch das schmerzhaft ist – aber es ist ein guter Schmerz. ;)

Die Massage sollte immer ergänzend eingesetzt werden. Nur massieren reicht in vielen Fällen nicht, außer es ist eine reine Wellnessmassage, die natürlich auch von Pferd und Hund gerne in Anspruch genommen wird. Sinnvoll ist eine Kombination aus Massage und Bewegungstraining. Das Bewegungstraini


ng baut Muskeln auf oder mobilisiert zum Beispiel und die Massage sorgt dafür, dass die betroffene Stelle nicht verhärtet oder die sogenannten Gegenspieler der beanspruchten Muskulatur nicht steif wird und damit eine ordentliche Belastung unmöglich macht.


Wie erkennen Sie als Tierbesitzer einen guten TiermasseurIn? Tiermassage darf in Österreich am gesunden Tier von jedem durchgeführt werden. Und zwar wortwörtlich JEDEM

, damit sammeln sich leider viele schwarze Schafe, die am Ende den Ruf der Tiermassage gefährden. Leider wird auch das Online-Ausbildungsangebot laufend mehr, was auch nicht nur gute Tiermasseure hervorbringt. Massage kann nicht online vermittelt werden, es muss ja unter anderem das Fühlen von Verspannungen und ähnlichem gelehrt werden. Sie würden sich ja auch nicht von jemandem massieren lassen, der in einem Fernstudium den Heilmasseur abgeschlossen hat? Also zurück zur Ursprungsfrage: Wie erkenne ich denn nun einen guten Tiermasseur? Zu allererst auf die Ausbildungen achten. Viele Menschen im Tierbusiness haben ihre Ausbildungen auf der Website abgebildet, um transparent darzustellen wo sie was gelernt haben. Weiters kommt man in der Branche um Fort-/Weiterbildungen nicht herum. Also auch darauf achten, dass der Tiermasseur/die Tiermasseurin sich am neuesten Stand befinden möchte. Und zu guter Letzt: Der Masseur/die Masseurin sollte im Vorfeld eine Gangbildanalyse machen, es ist unmöglich ohne diese eine Aussage für das individuelle Tier zu treffen.


Es lohnt sich also in jedem Fall sein Tier mal von einem Tiermasseur durchkneten zu lassen. Sei es zu Wellnesszwecken oder vielleicht sitzt ja doch irgendwo eine leichte Schmerzstelle die frühzeitig erkannt und beseitigt werden kann.


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